artpreview · 2013

Eine Zusammenstellung von Texten zu Ausstellungen
in der Sezession Nordwest e.V., Wilhelmshaven,
von Alexander Langkals

November 2013

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Winfried Baar, Shopping, Ausschnitt

Göttinnen II

Nicht zum ersten Mal thematisiert Winfried Baar in "starken" Arbeiten das "schwache" Geschlecht.

Göttinnen – Hera, Aphrodite, Athena, Marlene Dietrich, Marilyn Monroe. Das sind nicht einfach „nur“ Frauen – hier begegnen Überfrauen mit unterschiedlichsten Eigenschaften, die sie über den Horizont ihrer Geschlechtsgenossinnen empor heben. Die gefürchtet wurden und bewundert werden. Von Frauen wie von Männern. Wurden antike Göttinnen wegen ihrer übermenschlichen Kräfte aus Dank oder in Heilserwartung angebetet, so die gegenwärtigen nicht wegen „göttlicher“, sondern weltlicher Qualitäten.

Alle – die antiken wie die modernen – folgen oder begründen ein jeweiliges Zeitideal. Eines, dem viele Frauen folgen wollen, was aber nicht allen gelingt. Damit wird es zur Last, zu einem metaphorischen Zwangskorsett.

Dieses Zwangskorsett haben Winfried Baars „Göttinnen“ gesprengt und abgelegt. Sie haben sich vollständig befreit. Keinerlei Spuren von Last und Zwang ist ihnen zueigen. Schrill, laut, vordergründig treten sie auf. Teils marschieren sie – wie bei Shopping – allein auf sich konzentriert und isoliert von jeglichem Umfeld auf den Betrachter zu, als nähmen Sie weder ihn noch sonstiges wahr.

Tatsächlich löst Wildfried Baar seine Göttinnen aus ihrer Umgebung. Selbst vom Untergrund sind sie abgehoben, wenn sie tanzen, in Frühling Einrad fahren oder anderen schlichten Aktivitäten nachgehen. Charakteristisch für die Arbeiten ist Baars Konstruktionstechnik, indem er vor einem Duplikat des jeweiligen Bildes als Hintergrund die ausgeschnittenen Figuren mittels Schaumstoffbrücken in eine zweite oder auch dritte Bildebene setzt. Auch weitere Versatzstücke können in eine vordere Ebene eingefügt werden, sodass auch durch die realen Schattenwürfe ein starker 3D-Effekt entsteht.

Winfried Baars Bilder besitzen in ihrer sehr bunten Farbigkeit einen überwiegend naiv anmutenden Charakter. Seine Frauen strahlen Fröhlichkeit, Lebensfreude und Optimismus aus. Inspiriert von Botero’scher Körperfülle, Maillol’scher Farbigkeit oder Niki de Saint Phalle’scher draller Unbeschwertheit schafft Baar sehr direkt wirkende Arbeiten, die keinen Platz für melancholische Tiefgründigkeit besitzen.

Was aber macht diese Frauen zu Göttinnen? Dieser Frage kann bis zum 3. Dezember in der Sezession Nordwest nachgegangen werden.

Winfried Baar, Tango, Mischtechnik

Winfried Baar, Shopping, Mischtechnik

Winfried Baar, Frühling, Mischtechnik

Oktober 2013

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Angelika Glaub, es kreist, Pigmente, Acryl/Leinwand, 2013, Ausschnitt

Unterwegs – gesammelt

Auf vielen Reisen in alle Welt fängt Angelika Glaub Augen-Bilder auf, die sie im heimischen Atelier in teils fantastische Bildwelten umsetzt.

Sie ist viel unterwegs, sagt Angelika Glaub über sich selbst. „Ihr Leben ist ein stetes Suchen nach dem richtigen Ort, entdecken von Kulturen und Schätzen, der Begegnung mit Familie, Freunden und anderen.“ Aus dieser Aussage erschließt sich der Titel Unterwegs – gesammelt ihrer aktuellen Ausstellung in der Sezession Nordwest mit Bildern der letzten zwei Jahre.

Wie die Spanne ihrer unterschiedlichsten „Begegnungen“ groß ist, so stecken ihre Bilder ein weites Spektrum von einem nur leicht abstrahierten Realismus bis zu vermeintlich reinen Farbabstraktionen ab.

Wie durch einen Erinnerungsschleier erscheinen Silhouetten ferner Städte, einzelner Bauwerke oder Landschaften, deren Schärfe nach der Heimkehr von den weiten Reisen nach Asien wie in andere Kontinente kontinuierlich abgenommen hat. Zugleich bietet jener Erinnerungsschleier Freiraum für jeden Betrachter, eigene Details, Kenntnisse, Erlebnisse und Vorstellungen in einer eigenen Ebene hinzuzublenden. Der Erinnerungsschleier hat den Bildern jedoch nicht ihre Farbigkeit geraubt. Überhaupt spielt eine starkfarbene Palette eine große Rolle in den Bildern Angelika Glaubs.

Die allein durch den Menschen geschaffene Megacity Beijing einerseits und die menschenfeindliche Wüste Sahara andererseits – kaum größer können die Gegensätze zweier Orte sein, die zum Gegenstand zweier Bilder wurden: Beijing, City-District von 2013 und es flirrt von 2012. Und dennoch verbinden beide Darstellungen Farbüberlagerungen und Verklärungen, die phantasmagorische Bildwelten evozieren. In beiden Bildern widmet sich die Künstlerin architektonischen Strukturen – anscheinend nebenbei, denn Vorrang hat die Malerei.

Überhaupt ist Angelika Glaub von Architektur und ihrer vielsprachigen Ausformung fasziniert. Das bezeugt mit es kreist von 2013 selbst ein vermeintlich rein abstraktes Bild. Bestimmt wird es von einem großen immateriellen Gebilde unterschiedlicher Farbbereiche, das an Galaxiehaufen und Materiewolken außerhalb unseres Sonnensystems zu erinnern vermag. Eingebunden ist es jedoch in einen irdischen Bereich, wie es tektonische Bogenstrukturen im Hintergrund bezeugen. Ein roter Himmel links scheint einen antiken Triumphbogen zu hinterfangen.

Vor diesem konkreten Hintergrund vollzieht sich eine Begegnung nicht mit einem anderen, sondern mit etwas anderem: mit einer „anderen“ Art Lebensform, die sich aus dem Blau des Wassers zur einen wie aus dem landschaftlichen Grün zur anderen Seite heraus bildet bzw. mit beiden Bereichen Kontakt aufnimmt.

Bis zum 5. November ist die Ausstellung in der Virchowstraße 37 geöffnet, in der noch weitere Begegnungen mit fremden „Kulturen und Schätzen … und anderen“ auf die Besucher warten.

Angelika Glaub, Beijing, City-District,
Pigmente, Acryl/Leinwand, 2013

Angelika Glaub, es flirrt,
Pigmente, Acryl, Saharasand/Leinwand, 2012

Angelika Glaub, es kreist,
Pigmente, Acryl/Leinwand, 2013

August 2013

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Bernd Nöhre, Himmelsleiter, Mischtechnik, Holz/Leinwand, 2013, Ausschnitt

Kofferbilder

Angelehnt an Bilder verschiedener Serien hat Bernd Nöhre anlässlich einer im Herbst bevorstehenden Ausstellungsreise nach Armenien Bilder, die auf Reisen gehen gemalt. Ihre "Erstvorstellung" erleben sie in der Sezession Nordwest.

Bekannt für seine großformatigen Bilder, wie sie unlängst im Kunstgang der Sparkasse am Theaterplatz zu sehen waren, überrascht der Wilhelmshavener Bernd Nöhre in seiner aktuellen Ausstellung in der Sezession Nordwest. Unter dem Titel Kofferbilder. Bilder, die auf Reisen gehen stellt er hier einzelnen großen Bildern kleinformatige „Geschwister“ zur Seite, die vor dem Hintergrund einer Herbst-Ausstellung in Armenien neu entstanden. Sie gehen zurück auf vier Serien: die Wattenmeer-, Splügenpass-, Himmelsleiter- und Rostbilder.

Bilder, die auf Reisen gehen lässt an klassische Reisebilder vergangener Jahrhunderte wie etwa Venedig- oder Rom-Veduten denken: porträthafte Stadtansichten, die den Reiz der Ferne daheim präsent halten sollten. Auch die Bilder von Bernd Nöhre „transportieren“ auf unterschiedliche Weise charakteristische Reiseaspekte.

Die Wattenmeerbilder leben maßgeblich von starken Kontrasten zwischen Wasser- und Landpartien. Die Unterschiede dieser häufig hell schimmernden und dunklen, matten Bereiche arbeitet Nöhre nicht allein durch die Farbigkeit heraus; vielmehr trägt die Eigenschaft des Farbauftrags zur Wirkung bei: einmal scheint sie wässrig über die Leinwand geflossen, ein anderes Mal ist ihr Materialgehalt so groß, als könnte die Leinwand sie kaum tragen. Hier geht Malerei in Plastik über und macht diese besondere Landschaft, die es ohne die unablässige „Reise“ des in Ebbe und Flut gebundenen Wassers nicht gäbe, nicht nur sicht-, sondern fast fühlbar.

Die Splügenpassbilder gehen auf Bilder einer Reise zurück, die als Skizzen oder Fotografien ins heimische Atelier überführt, dort in einem (nach-)schöpferischen Prozess entstanden. Auch hier spielt die Rolle des Farbauftrags eine große Rolle, der mit Zufügung von Fundstücken und anderen Materialien zu einer schrundigen Oberfläche führt, die das Auge des Betrachters wie auf einer Reise erkundet und so das Bild als Ganzes prozesshaft erschließt.

Auf die biblische Jakobsleiter gehen die Himmelsleitern von Bernd Nöhre zurück. In der Vision Jakobs symbolisiert sie den Übergang vom irdischen in den himmlischen und damit jenseitigen Daseinsbereich. Kaum zu glauben, doch damit stehen die Nöhre’schen Himmelsleitern in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der vierten Gruppe, den Rostbildern.

In der zeitgenössischen Bildhauerei sind Skulpturen aus rostendem Stahl kein seltener Anblick. Für viele der mit diesem Material arbeitenden Bildhauer ist neben der Gestaltung eine Eigenschaft von besonderer Bedeutung – das (doppelt) eingebundene Moment von Zeit: Erst allmählich erhält die Oberfläche ihre charakteristische rostige Erscheinung, mit der sie Vergänglichkeit symbolisiert. Eine unumkehrbare „Reise“ tritt sowohl das Objekt selbst an, wie es gleichsam als ein modernes Memento-mori – und letztlich über jegliche formale wie inhaltliche Aussage hinaus – dem Menschen seine Endlichkeit aufzeigt.

Den unterschiedlichen „Reisemotiven“ der Bilder von Bernd Nöhre, die vor allem in Zusammenhang mit dem Ausstellungstitel augenscheinlich werden, ist bis zum 3. September in der Virchowstraße 37 zu begegnen.

Bernd Nöhre, Wattenmeer,
Mischtechnik/Leinwand, 2013

Bernd Nöhre, Splügenpass,
Mischtechnik/Leinwand, 2013

Bernd Nöhre, Himmelsleiter,
Mischtechnik, Holz/Leinwand, 2013

Bernd Nöhre, o. T.,
Mischtechnik, Rost/Leinwand, 2013

Juli 2013

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Renate Ai, Tao I, Collage/Papier, 2009, Ausschnitt

Zwischen Himmel und Erde

In ihren abstrakten Collagen verbildlicht Renate Ai Stimmungen, die einem Fundus von Natureindrücken bis zu chinesischer Literatur entstammen.

Der Titel der Juli-Ausstellung in der Sezession Nordwest Zwischen Himmel und Erde evoziert einen weiten lyrischen Stimmungsraum, wie er charakteristisch für Bilder von Renate Ai ist. Den Schwerpunkt dieser Ausstellung bilden Collagen auf Leinwand und Papier neben Ölbilder und Arbeiten in Mischtechnik.

Renate Ai komponiert ihre abstrakten Bilder aus Farbflächen einer jeweils harmonisch abgestimmten Palette. Zufall und Willkür, die in der abstrakten Kunst verschiedentlich Movens sind, haben in ihren Stimmungswelten keinen Einfluss. Die Linie in Form von Buchstaben, chinesischer Kalligrafie oder als Zeichnung ist nur selten anzutreffen.

Halbtransparente (Seiden-)Papiere liegen wie lasierende Malschichten über durchschimmernden Gründen aus unterschiedlichen Materialien. Gefaltete, geschichtete Papiere oder Wellpappen spielen mit ihren Oberflächenbeschaffenheiten eine große Rolle. Überhaupt sind Haptik, Stofflichkeit und damit Oberflächenstrukturierung in den Arbeiten der diplomierten Textildesignerin von großer Bedeutung.

Collagen wie Seezeichen sind aus Fragmenten einer hauptsächlich auf Blau- und Beigetöne beschränkten Palette mehr geschichtet als in der Fläche arrangiert. Sie besitzen den Anschein von Fundstücken, die sich wie Ablagerungen über lange Zeiträume gebildet haben. Einem achäologischen Prozess verwandt, scheinen sie von der Künstlerin freigelegt, in sich geschlossen geborgen und von jeglicher Verunreinigung befreit, um in größter Reinheit aufzuleben.

Wie sehr die Komposition eines einzelnen Bildes einer umfassenderen Ordnung unterliegt, zeigt sich auch in der Serien Seezeichen: Neben einzelnen, teilweise überlagerten blauen Buchstaben dominieren stets zwei dunkelblaue parallel nebeneinander liegende Rechtecke im Bildvordergrund.

Häufig sind die Arbeiten von Natureindrücken inspiriert, ohne sie abzubilden. Auf Reisen gewonnen, geben sie die typische Farbigkeit von Himmel, Meer und Landschaft wieder. In Herbst betitelten collagierten Bildern bricht sich die schönste Stimmung jener warmfarbigen Jahreszeit Bahn wie der Auftakt zu einer Erzählung oder eines Spaziergangs durch eine Fantasielandschaft.

Eine Werkgruppe in Mischtechnik aus Collage verschiedener Papiere und Ölmalerei widmet sich dem Tao Te King, einer anonymen Sammlung chinesischer Spruchkapitel, wohl aus dem 5. Jh. v. Chr. Renate Ai komponiert ihre Bilder streng achsial mit einer außer dem verhaltenen Einsatz von Rot auf Grau reduzierten Palette. In Tao I begegnen sich im Bildzentrum ein schwarzes Rechteck und ein roter Punkt, als symbolisieren sie zwei Vertreter der unterschiedlichen Kulturen, die auch aus einem hiesigen Zeitungsfragment und einem Ausriss mit chinesischer Kalligrafie sprechen.

Renate Ai, Seezeichen, Collage/Papier, 2010

Renate Ai, Herbst I, Collage/Leinwand

Renate Ai, Herbst II, Collage/Leinwand

Renate Ai, Tao I, Collage/Papier, 2009

Juni 2013

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Dennis Eggerichs, Astronaut, Ausschnitt

Schlagzeilen

Dennis Eggerichs gibt bekannten Schlagzeilen bildhafte "Gesichter" – auch wenn sie vor der eigenen Existenz entstanden.

Außergewöhnliche historische wie auch gesellschaftliche Ereignisse wollen festgehalten werden. Bildlich wie textlich. Und sie werden von vielen Menschen miterlebt oder (emotional) verfolgt, für die sie nach Jahren und Jahrzehnten so präsent wie am Tage ihres Geschehens sind. Häufig verbinden sich mit diesen Bildern entsprechende Schlagzeilen.

Unter dem Titel Schlagzeilen eröffnet die Sezession Nordwest am 6. Juni ihre aktuelle Ausstellung. Für sie greift der aus Hohenkirchen stammende Dennis Eggerichs auf bekannte Schlagzeilen-Motive zurück.

Etwa auf Neil Armstrong, des ersten Menschen auf dem Mond. Viele Menschen verbrachten seinerzeit die Nacht am Fernseher, um die unscharfen, ruckelnden Schwarzweißbilder der „Neuland“ betretenden Astronauten live mitzuverfolgen. Mit seinem weitgehend in Schwarzweiß gehaltenen Bild eines Astronauten bringt Eggerichs die kollektiven Erinnerungsbilder wieder zum Bewusstsein.

Mit Bildern des Mauerfalls dokumentiert er ein für ganz Deutschland bedeutendes gesellschaftliches und historisches Ereignis, in dem sowohl Ost wie West „Neuland“ betrat.

Vor einem offensichtlich aus der Ordnung geratenen unidentifizierbaren Hintergrund hissen drei Feuerwehrmänner mit ihren markanten Helmen die amerikanische Fahne – Bilder des 11. September ziehen sogleich vor dem inneren Auge vorbei.

Der 29-jährige Dennis Eggerichs war noch nicht geboren, Kind oder Jugendlicher zum Zeitpunkt jener Ereignisse. Doch offenbar sind sie selbst für einen Nachgeborenen derart verlockend, dass er mit ihnen sein berufliches „Neuland“ betreten möchte: als freischaffender Künstler zu arbeiten.

Unbekümmert, frei, unvorbelastet, mit jugendlicher und natürlicher Direktheit, die zuweilen an die – nicht mehr – jungen Wilden erinnert, bringt er seine Motive meist in Acryl auf die Leinwand. Zeichnungen und kleinere Collagen begleiten die meist farbstarken, impulsiv gemalten Bilder.

Neben den bekannten Schlagzeilen-Bildern geht Eggerichs auch auf malerische Steifzüge durch seine wangerländische Heimat. Zeugnisse davon hatte er jüngst im Haus des Gastes in Horumersiel ausgestellt. Daneben verbildlicht er Szenen aus Musik, Popkultur oder aus der schillernden Welt des großen Kinos.

Bis zum 2. Juli sind die Bilder von Dennis Eggerichs im SCHAUfenster für aktuelle und regionale Kunst in der Virchowstraße ausgestellt. Wie der Künstler hat sich auch die Sezession Nordwest der Herausforderung, Neuland zu betreten, gestellt: Jährlich will sie einen jungen Künstler ihrem, und damit einem möglichst großen Publikum vorstellen.

Bis zum 4. Juni ist den verschiedenen „Gesichtern des Blues“ im SCHAUfenster für aktuelle und regionale Kunst in der Virchowstraße zu begegnen.

Dennis Eggerichs, Astronaut

Dennis Eggerichs, September 11

Dennis Eggerichs, Star Wars

Mai 2013

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Frank Gebauer, Jimi Hendrix, Ausschnitt

Faces – ich hab' den Blues

Zwölf Künstler aus Oberhausen, die sich zur losen Gruppe OBtisch zusammengeschlossen haben, zeigen ausgewählte Arbeiten, die ursächlich eines Blues-Festivals Anfang des Jahres entstanden.

Unter dem Titel Faces – ich hab’ den Blues stellen ab dem 5. Mai zwölf Künstler aus Oberhausen in der Sezession Nordwest aus. Die Ausstellung ist Teil eines Austausches mit Wilhelmshavener Künstlern, die im Juni in Oberhausen zu Gast sind.

Um den ehemaligen Wilhelmshavener und „Neu“-Oberhausener Winfried Baar reihen sich Brigitte Auler, Katja Fliß, Roswitha Gehrke-Lajovita, Frank Gebauer, Reinhard Grünberg, Sibylle von Guionneau, Hildegard Hugo, Jörg-Dieter Jüttner, Gisela Kirsch-Thürmer, Edith Kreth-Finkeissen und Erika Lohmann. Allesamt zählen sie zur Oberhausener Vereinigung OBtisch, die insgesamt über zwanzig Mitglieder aufweist.

Anlässlich eines Blues-Festivals im Heimat gebenden Oberhausener Gdanska haben sich die Künstler auf ganz individuelle Art mit verschiedenen Aspekten der Musik befasst und ihre Ergebnisse in die Medien Malerei, Zeichnung, Grafik und Fotografie fließen lassen.

Der Blick in das konzentrierte Antlitz einer Geigenspielerin gehört hierzu wie auch der Blick auf einen von musikalischen Klängen offenbar tief ergriffenen Unbekannten. Schier übermächtig nah herangerückt, ist in reduzierter Farbigkeit Jimi Hendrix porträtiert; das aus dem Blues kommende bekannte Enfant terrible der Rockmusik scheint die Bildgrenzen zu sprengen – ganz so, wie er die musikalischen Rahmen seiner Zeit mit seiner unnachahmlichen experimentellen und innovativen Spielweise gesprengt hat.

Bis zum 4. Juni ist den verschiedenen „Gesichtern des Blues“ im SCHAUfenster für aktuelle und regionale Kunst in der Virchowstraße zu begegnen.

Erika Lohmann, Blues

Sibylle Guionneau, Wenn Kathy spielt, dann ...

Frank Gebauer, Jimi Hendrix

April 2013

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Nicolaus Bornhorn, ohne Titel, Fotografie, Ausschnitt

Maika Royer, Nicolaus Bornhorn

Fotografie und Skulptur

Fotografie und Skulptur begegnen sich ab dem 4. April in einer Gemeinschaftsausstellung von Nicolaus Bornhorn und Maika Royer in der Sezession Nordwest. Während die Motive der Aufnahmen von Nicolaus Bornhorn teils bis zur materiellen Auflösung begriffen sind, geht es in den Plastiken von Maika Royer vielmehr um eine materielle Verdichtung.

Die Wilhelmshavenerin Maika Royer beschäftigt sich seit 1980 mit Malerei und Bildhauerei. Seminare und Kurse bei Steinmetzen sowie ein mehrjähriger Mal- und Zeichenunterricht führte sie bis nach Freiburg.

Speckstein ist das bevorzugte Material ihrer bildhauerischen Werke. Verschiedene gebundene Mineralien geben dem natürlich vorkommenden weichen Gestein seine sehr unterschiedliche Farbigkeit und Struktur. Daher und aufgrund seiner leichten Bearbeitbarkeit wurde er bereits im Alten Orient, in Ägypten und China für Siegel und Skulpturen verwendet. Maika Royer lässt sich meist von der vorgegebenen Form und Struktur des Steins leiten; sie spürt und formt diesen Gegebenheiten nach, überprüft ihren Arbeitsprozess wiederholt durch Befeuchtung zwecks Verdeutlichung der steinernen Zeichnungen und beschließt diesen freien, ungebundenen Weg mit dem Polieren der Skulptur. Das Ergebnis sind abstrakte, harmonische und reduzierte Formen, die allein für sich sprechen und vornehmlich persönliche Stimmungen und Gefühle zum Ausdruck bringen. Seltener spiegeln die Arbeiten Empfindlichkeiten wie etwa Gleichgewicht in Form einer nur leicht abstrahierten gleichnamigen menschlichen Figur.

Der Bad Zwischenahner Nicolaus Bornhorn ließ sich Ende der 70er-Jahre als Schriftsteller in Südfrankreich und später in Frankfurt am Main nieder. Auf Reisen in die ganze Welt eingefangene Eindrücke verarbeitet er in Wort und Bild.

Licht und Dunkel. Absolute Helligkeit und Schwärze. Die materielle Auflösung – „verbildlicht“ in bis ins Weiß tendierenden Partien – und die größte Verdichtung – in dunkelsten Bildbereichen: In diesem Spannungsbogen bewegen sich die Fotografien von Nicolaus Bornhorn. Mit diesen eher theoretischen Phänomenen operiert der Fotograf. Und das nicht in abstrakt verfremdeten Aufnahmen, sondern vielmehr in realistisch belassenen Landschafts- und Naturaufnahmen.

Zentral im Bild befindliche rechteckige helle Bereiche lassen die Motive hier vielmehr nebulös erahnen und erinnern an Leinwände in freier Natur, auf der ein Maler eben genau jene Partien sehr genau, aber zurückhaltend eingefangen hat. Verschiedentlich akzentuieren ins Bild gesetzte Staffeleien die verwobene Thematik von Malerei in Fotografie – und umgekehrt – und werfen Fragen etwa nach Vor- und Abbild, nach Wahrhaftigkeit und Illusion auf.

In Mehrfachbelichtung übereinander gelegt, durchdringen einander Natur- und Kulturraum und hinterfragen die jeweilige „Vorrangigkeit“. Gleichfalls beinhalten diese Arbeiten Aspekte der Verbindung oder gar eines beständigen Miteinanders dieser einander entgegen- und letztlich ausschließenden Bereiche.

Bis zum 2. Mai regen die Arbeiten der unterschiedlichen Gattungen zu individuellen emotional-geistigen Exkursionen über die Räumlichkeiten der Sezession Nordwest hinaus an.

Maika Royer, ohne Titel, Speckstein

Maika Royer, Gleichgewicht, Speckstein

Nicolaus Bornhorn, ohne Titel, Fotografie

Nicolaus Bornhorn, ohne Titel, Fotografie

März 2013

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Uwe P. Schierholz, meyer holsen I, Linolschnitt, 2004, Ausschnitt

Uwe P. Schierholz

Der andere Blick

Scheinbar frei und ungebunden fließt die Farbe – mal mehr flächenhaft, dann mehr linienartig über die Bildfläche. Die Verteilung unterliegt jedoch einer ordnenden Vorgabe. Sie bewirkt den zugleich spannungsreichen wie harmonischen Gesamtausdruck der Grafik. Eine zweite Grafik darunter variiert und bestätigt damit die Bildkomposition. Nur zwei, drei Grautöne und Schwarz, unvermischt gedruckt, entführen den Betrachter in eine scheinbar abstrakte Welt, die ihn zunächst verwirrt. – Denn seine Suche nach Halt und Orientierung an bekannten Vorbildern findet kein schnelles Ziel.

Das soeben betrachtete Bild, meyer holsen I, weitere Druckgrafiken, Gemälde und Zeichnungen stellt Uwe P. Schierholz von 7. März bis zum 2. April in der Sezession Nordwest e.V. in der Virchowstraße 37 aus. Schierholz studierte Kunst und Philosophie in Osnabrück und Hagen und schloss sein Studium 2008 mit einer Magisterarbeit über HAP Grieshaber ab. Er ist Mitglied im BBK und arbeitet seit 2009 in Norden als freischaffender Künstler. Zuvor war er gut 35 Jahre im Gewässerschutz und in der chemischen Industrie tätig.

Aus diesem Umfeld stammt der Titel der 2004 entstandenen Druckgrafik: Meyer-Holsen ist ein traditionsreiches Dachziegelwerk, das mit der Entwicklung des weltweit ersten Dachziegel-Tunnelofens Pioniergeschichte schrieb. Und solch eine Produktionsanlage ist Motivgeber für die zweiteilige Grafik.

„Industrielle Strukturen und Formen sind allgegenwärtig. Alles in unserer gewöhnlichen Lebenswelt Sichtbare und alles täglich Benutzte ist industriell hergestellt … Ohne industrielle Produktion ist unser Leben nicht mehr vorstellbar.“ (Uwe P. Schierholz)

Aus diesem großen Fundus schöpft der Künstler, entwickelt und gestaltet seine Bilder. Dabei entfremdet er die realen Vorbilder bis zur Unkenntlichkeit und verschafft ihnen einen eigenständigen hohen grafischen Gehalt. Dieser bestimmt mit sichtbarem Pinselstrich selbst seine Malerei und ist ebenso in Zeichnungen und Skizzen ein markanter Bestandteil. Sogar im Falle eines Selbst-Bildnisses von 2012 – einem der wenigen Motive jenseits von Tekturen, Strukturen oder Architekturelementen – präsentiert sich der Künstler vor einem entsprechenden Hintergrund.

Das Porträt ist ein Linolschnitt. Mit dem Holzschnitt sind es die Drucktechniken der Wahl für Uwe P. Schierholz. Diese einfachen, geradezu archaischen Techniken eignen sich hervorragend für die expressiv gegliederten Bilder mit ihren einfarbigen Linienstrukturen und mehrfarbigen Farbflächen. Einzelne Farbfelder korrelieren mit den Linienstrukturen, andere Farbfelder liegen frei und ungebunden über den Strukturen, führen ein Eigenleben und schaffen eigene Bildordnungen und -zusammenhänge. Wie sehr Holz- und Linolschnitt Schierholz’ künstlerischer Handschrift entsprechen, zeigen seine Zeichnungen und Skizzen. Selbst die ungebundenen Farbfelder sind wie im Falle von Kammer von 2011 als Collage in die Zeichnung eingebracht.

„Meine Arbeiten sollen Schaulust bereiten.“, sagt der Künstler. Und sie wecken Vorstellungen unterschiedlicher Räumlichkeiten, die den Betrachter an- und in die Tiefe dieser Bilder-Welten hineinziehen. – Sowohl zum Treiben lassen, aber auch zur Erkenntnissuche.

Uwe P. Schierholz, meyer holsen I,
Linolschnitt, 2004

Uwe P. Schierholz, Selbst, Linolschnitt, 2012

Uwe P. Schierholz, Kammer,
Collage und Blei, 2011

Februar 2013

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Rose Richter-Armgart, Qaanaaq, Alu, Kupfer, Öl auf Leinwand, 2012, Ausschnitt

Rose Richter-Armgart

There are Places I remember

Kräftige Farben einer hauptsächlich auf Blau-, Weiß- und Beigetöne reduzierten Palette gliedern die hochformatigen Bilder in horizontale Bereiche und lassen sie als Landschaftsbilder wahrnehmen. Mit den Titeln Greenland verweisen die 2012 von Rose Richter-Armgart gemalten Arbeiten auf eine konkrete Topografie: Grönland.

Der Titel der am 7. Februar beginnenden Ausstellung von Rose Richter-Armgart in der Sezession Nordwest, There are Places I remember, zielt explizit sowohl auf ihre Arbeiten wie auf deren Entstehung: Primär geht es der Künstlerin um die Erfassung eines Eindrucks, einer Vorstellung, einer malerischen Auseinandersetzung mit einem Thema, als ein genaues Landschaftsporträt zu erzeugen. So verzichtet sie auf jegliche identifizierbaren Details. Die Entfernung vom konkreten Vorbild, nicht gänzlich abstrakt zu malen, aber auch nicht einfach zu abstrahieren – das ist ein Hauptcharakteristikum von Rose Richter-Armgarts Arbeiten, die in einer sehr individuellen künstlerischen „Liga“ siedeln.

1951 in Braunschweig geboren, studierte sie dort an der Hochschule für Bildende Künste, das sie mit dem Diplom in Grafik-Design und freier Malerei abschloss. Bis 1980 arbeitete sie am dortigen Landesmuseum im Bereich Restauration und Dokumentation. Seit 1989 ist sie Mitglied im BBK; im selben Jahr nahm sie eine Lehrtätigkeit an der Werkschule Odenburg auf. 2004 führte sie ein Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Luoyang in die VR China. Ausstellungen seit 1976 führten sie weit über die regionalen Grenzen bis nach Frankreich und die USA.

Ihre Tätigkeit als Restauratorin im Landesmuseum Braunschweig und die Beteiligung an archäologischen Ausgrabungen sind prägend für die eigenen künstlerischen Arbeiten, die im weiten Spektrum von Malerei bis Installation angesiedelt sind. Mythologische und historische Themen sind Anregungen der Auseinandersetzung mit aktuellen Inhalten, die in ganz individuellen „Symbiosen“ dargestellt werden.

In einer Art Überzeitlichkeit reflektieren die Arbeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die abstrahierten, aus ungegenständlichen Formelementen, Symbolen und Farbfeldern komponierten Bildwerke sind vornehmlich Ausdrucks- und Stimmungswelten. Einzelne Arbeiten besitzen den Charme von Wandmalereien, die durch ihre verwitterten Oberflächen Vergänglichkeit spürbar machen. Dabei scheinen sie durch mehrfache lasierende Farbaufträge unterschiedliche Zeitschichten zu transportieren, die durch „Einschlüsse“ aus Kupfer, Aluminium oder andere Metalle widerspiegeln.

Qaanaaq, benannt nach einer grönländischen Stadt, steht in keinem offensichtlichen Bezug zu ihr. Vielmehr sind es flüchtige Erscheinungen, die vereinzelt an Boote oder einen Wal erinnern. Hinter einem lasierten Wahrnehmungsschleier erzeugen sie ein dynamisches Stimmungsbild mit regionalem Bezug.

Die Besonderheit dieser flüchtigen Erscheinungen wird besonders bei Werken auf starken Holztafeln augenfällig: Diese Arbeiten spielen mit der Vorstellung weiterer Bildschichten, die noch tiefer in den Tafeln verborgen und versteckt liegen und damit ein unausgesprochenes Versprechen auf weitere Entdeckungen transportieren.

Bis zum 5. März haben die Besucher der Sezession Nordwest Gelegenheit, in die sehr außergewöhnlichen Ausdruckswelten von Rose Richter-Armgart einzutauchen.

Rose Richter-Armgart, Greenland, Tiefdruckfarbe auf Holz, 2012

Rose Richter-Armgart, Greenland, Tiefdruckfarbe auf Holz, 2012

Rose Richter-Armgart, Qaanaaq,
Alu, Kupfer, Öl auf Leinwand, 2012

Januar 2013

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Heike Ellermann, Luftschlösser aus Papier, 2009, Ausschnitt

Heike Ellermann –
Luftschlösser aus Papier

Bilder zu Gedichten von Rose Ausländer

„Ich / im Niemandsland / baue Luftschlösser / aus Papier“. Die Zeile aus einem Gedicht von Rose Ausländer (1907–1988) birgt den Titel der Januar-Ausstellung von Heike Ellermann in der Sezession Nordwest. Zudem verweist sie auf den Inhalt der Ausstellung: die künstlerische Auseinandersetzung mit Gedichten der Schriftstellerin. Die Ausstellungseröffnung am 3. Januar ist auch von besonderer Bedeutung, da sie auf den 25. Todestag Rose Ausländers fällt.

1945 in Kolmar/Warthe geboren, verbrachte Heike Ellermann ihre Kindheit und Schulzeit in Nienburg/Weser. In Braunschweig, Tübingen und Oldenburg studierte sie Pädagogik und arbeitete im Schuldienst, der Erwachsenenbildung sowie als Dozentin an den Universitäten Oldenburg und Halle. Seit 1982 ist sie als freischaffende Malerin tätig, seit 1987 als Illustratorin und Autorin von wiederholt ausgezeichneten Bilderbüchern. Es ist hauptsächlich diese Arbeit, die die Oldenburgerin in den vergangenen Jahren bekannt machte.

In ihren Malerbüchern, die sie im vergangenen Jahr in der Landesbibliothek Oldenburg ausstellte, wendet sich die Künstlerin der freien Malerei ungegenständlicher Bilder in Buchform zu. Die Arbeit mit dem Medium Buch führte zur Beschäftigung mit Texten als Thema auch ihrer ungegenständlichen Malerei. Bereits mit ersten Illustrationen zu Gedichten von Rose Ausländer entstand die Idee einer Ausstellung, die dieser bedeutenden Schriftstellerin gewidmet ist.

Die Gedichte Rose Ausländers sind von ihrem bewegten Leben geprägt – von Krieg, Getto, Heimatlosigkeit und Verfolgung. Aus dieser unerträglichen Realität heraus formulierte sie eine „andere Wirklichkeit, die geistige“. Bestärkt von dem jüngeren Lyriker Paul Celan (1920–1970), der wie Ausländer aus Czernowitz stammte und ein ähnliches Schicksal zu ertragen hatte, modernisierte sie ihren Stil. In ihm schuf sie eine utopische, nicht verortbare Welt und machte sie zur eigenen Heimat.

Ebenso spiegeln die Bilder von Heike Ellermann als freie Assoziationen zu den Gedichten unbekannte, fantastische Bildräume wider. In einer ausgefeilten Technik entstehen sie in mehreren Ebenen: Über einer Acryl-Grundierung liegen Zeichenspuren aus Graphit, darüber wiederum aus farbiger Pastellkreide. In einige Bilder werden zudem gerissene bzw. geschnittene Fragmente aus anderem Papier oder Fotos eingefügt.

Die Zeichnung Luftschlösser aus Papier von 2009 ist ein Fantasiegebilde ganz ohne Substanz und Realitätsbezug. Ein Traum von Transparenz und Leichtigkeit ohne jegliche Last und Dunkelheit – wie man sich den Stimmungsgehalt eines Luftschlosses vorstellen mag. Ein orangeroter Kreis mag eine hinter Nebel verhangene Sonne assoziieren, blaue Zacken an Zinnen oder eine Krone denken lassen.

Ein wesentliches Element vieler Arbeiten von Heike Ellermann beinhaltet das Gedicht Unbeschriebenes Blatt II: „Zeichen stellen / der Zeit eine Falle / Die drei Dimensionen / haben hier Platz“. Die Zeichnung Unbeschriebenes Blatt I von 2012 erscheint wie eine Umsetzung dieser Gedichtzeilen: In mehreren Schichten liegen rote und schwarze Zeichen räumlich über und unter einem hellen Wolkenschleier. Die in roten Flecken kulminierenden Linien haben den Anschein von Zeit-Spuren, wohingegen ein statischer schwarzer Fleck in einem Oval von harten schwarzen begrenzenden Linien umfangen und umschlossen ist.

Bis zum 5. Februar präsentiert Heike Ellermann neben ihren Gedicht-Illustrationen auch eine Auswahl von anderen Arbeiten und Künstlerbüchern in der Sezession Nordwest.

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Heike Ellermann, Luftschlösser aus Papier, 2009

Heike Ellermann, Unbeschriebenes Blatt I, 2012

Heike Ellermann, was Anfangen, 2012

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